Die Orte Drifts  

 


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Drift

 

Einwohner:

540

Garnison:

10 Stadtbüttel des Barons

10 Tem­pelwachen

Tempel:

Praios, Efferd, Travia, Peraine (Schrein)

 

Bereits im Jahre 788 vor Bosparans Fall wird Drift als Posten am großen Fluss gegründet und ist damit noch vor Nadoret die älteste menschliche Ansiedlung nach Ferdok, die heute noch existiert. Von dem mächtigen Kastell, das den Fluss drohend bewachen sollte, stehen heute jedoch nicht einmal mehr die Grundmauern oder Ruinenreste. Man weiß nicht einmal genau, wo diese Burg stand.

Heute wird Drift vor allem durch die hohen und schmalen Speicherbauten am Markt- bzw. Hafenplatz geprägt; denn Drift ist ein sehr beliebter Anlaufpunkt für die Flussschiffer zwischen Ferdok und Albenhus. So sieht man hier auch allabendlich eine große Zahl der flachen und breiten Flußkähne anlegen und deren Schif­fer in den Kneipen am Hafen. Früh am Morgen erwacht dann der Hafen zu Leben, und die Flusskähne legen in aller Frühe und im Morgennebel ab, um ihren nächsten Zielort möglichst früh noch zu erreichen. Das andere Drift steht nicht unwesentlich später auf: Im Süden und Osten nämlich wohnen die Bauern, die ebenfalls früh auf ihre üppigen Felder fahren, im Westen beginnen die Handwerker, hier vor allem Zimmerleute und Weber, geschäftig ihr Tagewerk.

Im Süden schläft zu der Zeit noch friedlich das alte Schloss der Baronin, das die Bewohner Drifts „Schloss Mirkagarten“ nennen. Da der vorherige Baron, Tarjok Boquoi, im Dormitori­um des neuen, großen Praiostempels am Schlossplatz wohnte, verfiel das wehrhafte Schloss zusehends, weil der alte Kastellan Jobodan der Geist alleine nicht mehr für die Instandhaltung sorgen konnte. Es heißt im Übrigen, dass niemand mehr seit Mirkas Verschwinden ihre Gemächer oder ihr magisches Labor betreten hätte, so dass man sich abends am Stammtisch die tollsten Neuig­keiten über unheimliche Geschehnisse im Mirkaflügel des Schlosses erzählt.

Der größte Händler Drifts ist der ehrenwerte Urbald Zarabas, der jederzeit gerne erzählt, dass auch er bei der Befreiung Drifts ein große Rolle gespielt habe. Er unterhält mehrere Läden in der ganzen Baronie und eine größere Schmiede in Durstein sowie ein richtiges Kon­tor in Drift und Albenhus. Zarabas hat auch die ein­flussreichste Stimme im Stadtrat der Stadt, allerdings liegt er darob im Wettstreit mit Arnale Fürgenstieb, der auch recht einflussreichen Gildenobfrau.

Für den Reisenden kann man, solange er die nötigen Taler in der Tasche trägt, nur den „Drifter Hof“ empfehlen, wo man auch den besten Eintopf der ganzen Baronie bekommt. Ansonsten dürfte ein Reisender die Übernachtung in der Herberge „Zum lustigen Fischer“ nicht bereuen.

         

 

B

A

Q

P

Bemerkungen

Gasthaus „Drifter Hof“

4

4

7

7

7 EZ, 8 DZ, 1GZ, bestes Haus am Platz

Herberge „Zum lustigen Fischer“

2

2

4

5

5 EZ, 3 DZ, hauptsächlich Flussschiffer

Herberge „Forellenruh“

1

2

3

3

2 DZ, 2 GZ, ein wenig schmuddelig

Gasthaus „Zur Gabe Borons“

3

-

5

8

1 EZ, 4 DZ, 1GZ, gemeint ist der Schlaf!

Schänke „Holma“

2

2

4

3

hauptsächlich Einheimische

Schänke „Am Hafen“

1

4

2

2

üble Kaschemme, hauptsächlich Fischer

Schänke „Vor dem Schloß“

3

2

6

6

hier gibt es das berühmte Badrachin-Altbier

 

Durstein


Einwohner:

410

Garnison:

20 Soldaten des Barons von Drift und Junkers zu Durstein

Tempel:

Praios, Rahja

 

„[...] Ich hatte das Nordtor gerade durchschrit­ten, da stand ich auf einem kleinen Platz hinter dem Stadttor und mir         gegenüber befand sich der Rahjatempel Dursteins. Ich meine, was erwar­test Du, wenn Du in ein Dorf in den Bergen fährst? Ich jedenfalls dachte an ein niedriges, geducktes Fachwerkhaus. Dieser Tempel ist solcherlei aber mitnichten! Eine wunder­schöne, nicht übermäßig große Kuppel, gedeckt mit türkisschillernden Schindeln, ist das Dach, ein filigra­nes weißes Türmchen, wie man ähnliche aus Almada kennt, erhebt sich darüber. Die Seiten des Gebäudes werden an den Ecken von gleichartigen Türmchen flankiert, auch sie haben türkisfarbene Dächer. Das ganze Gebäude macht einen tulamidischen Eindruck, obschon ihm das wirklich Tulamidische dennoch fehlt. es hat einen ganz eigenen Charakter. Nun denn, im Innern setzt sich die filigrane Spielart der Architektur fort, das Becken im Hauptsaal ist mit bunten Kacheln ausgelegt, allüberall verströmen Pflanzen aus wirklich ganz anderen Teilen Aventuriens ihren betörenden Duft - es ist großartig, und das ganze zudem noch in der Provinz. Unglaublich!“

 (Der Kronvogt der garethischen Raulsmark, Romrod von Mersingen, auf einer Reise an seinen Bruder, 991 BF)

 

Der Tempel verlor zwar ziemlich rasch von seinem Glanz, wurde jedoch 1011 BF durch den bornländi­schen Baumeister Tjolke von Navkoje liebevoll ausge­bessert. Der Tempel war in den Jahren danach wieder das schönste Gebäude Dursteins, vermutlich gar ganz Drifts, bis er, nachdem er eine Zeit lang leergestanden hatte, von einem Tulamiden namens Kasim al Kasir zu einer almadanisch anmutenden Weinschänke ausgebaut wurde, die er bis vor kurzer Zeit noch betrieb. Im Süden der Stadt befindet sich in einem kleinen Park der Praiostempel, der im Gegensatz zum ehemaligen Rahjatempel zwar nicht sogleich als Tempel zu erkennen ist, dafür aber noch als Tempel Verwendung findet.

Begibt sich der Besucher der Stadt in den Nordosten, gelangt er an das Rittertor, dem einzigen Zugang zur Residenz und Burg des Barons von Drift und Junkers von Durstein. Das burgähnlich angelegte Schlösschen befindet sich in einem bedauernswerten Zustand: Die Mauern rund um die Gebäude sind im Begriff einzufallen, der Putz bröc­kelt allenthalben von den Häusern, die Dächer sind zu großen Teilen undicht und marode. Damit das Schlösschen nicht ganz ungeschützt daliegt, wurde bereits mit der Renovierung der Mauern begonnen. Jedoch besitzt der Baron von Drift und Junker zu Durstein, Narmur von Karma, nicht genügend Geld, so dass er sich hoch bei Urbald Zarabas, dem Händler aus Drift, verschuldet hat, wodurch Zarabas seine Stellung innerhalb der Baronie noch festigen konnte.

Zarabas unterhält in Durstein noch zwei Geschäfte, ein Spezialitätenladen und ein Aus­rüstungsgeschäft, in dem er seine berüchtigten Preise für seine berühmt gute Qualität nimmt. Des weiteren arbeiten für ihn etliche Schmiede, die für die „Waffengesellschaft Durstein“ Waffen produzieren. Zarabas hat diese Gesell­schaft zuammen mit dem großen Handelshaus Gebrüder Stippwitz im Jahre 1012 BF gegründet.

Wer in Durstein nächtigen möchte, sollte das in den beiden Gasthäusern tun; das bessere ist „Gambrins Herberge“ vom dürren Aufried Gambrin, die andere ist der „Ruhende Zwerg“, der ein wenig durch seinen penetranten Geruch auffällt. Aus diesem Grunde wird sie auch meist nur von Zwergen besucht, die anschei­nend einen rauhen Geruchssinn haben - obwohl böse Zungen flüstern, dass erst die Zwerge und dann der Geruch da gewesen wäre, und nicht umgekehrt! Dort trifft man aber auch auf ärmere Reisende.

         

 

B

A

Q

P

Bemerkungen

Weinschänke „Zur schönen Hazaqi“

1

3

7

6

im ehemaligen Rahja-Tempel, geführt von Kasim al Kasir

„Gambrins Herberge“

2

1

6

5

adrett, wird von Aufried Gambrin geführt

„Zum Ruhenden Zwergen“

3

-

3

3

Nur etwas für unempfindliche Nasen

Schänke „Vor dem Tore“

2

1

1

2

das Bier ist unerhört gepanscht

Schänke „Zum Dursteiner“

1

1

2

2

es wimmelt vor Ungeziefer

„Zum ruhenden Bürgermeister“

3

2

5

5

Der Wirt Ghunther Kristoff war einmal Bürgermeister


 

Kloster Garrensand

 

Eine eingehende Beschreibung des Golgaritenklosters und des Rabenfelsens am Zusammenfluss des Großen Flusses und des kleinen Drifter Flüsschens Unwyn findet sich auf der Homepage des Golgaritenordens.

Zur Homepage der Golgariten

 

Thûrbrück und Feste Thûrstein

 

Einwohner:

150

Garnison:

VII. Schwadron der Ferdoker Garde

Tempel:

Peraine, Travia, (Boron)

 

„Was, der Ork zieht einfach so durch das Reich?! da stehen an allen Grenzen Burgen, aber der Feind mar­schiert schon durch die Lande. Unerhört ist das. Da wir nun anscheinend nirgendwo sicher sind, werde ich meine Mädels wohl in einer Befestigung auch in Richtung Albenhus unterbringen müssen - falls viel­leicht Königin Amene einmal den Großen Fluß herauf­kommt! Auf, eilt Euch, wir werden in Thûrbrück eine neue Burg bauen!“

(Graf Growin von Ferdok anläßlich des Orkzuges durch Garethien, Mitte 1013 BF)

 

Thûrbrück ist die westlichste Ortschaft der ganzen Grafschaft und liegt direkt am Grenzflüsschen Thûr zu Albenhus. Die Thûr fließt durch ein felsiges Bett von den Höhen des Amboß herunter in den Großen Fluss, und dort, auf dem Ferdoker Ufer, thronen die hohen Mauern der stolzen Burg Thûrstein, die um das Jahr 1014 BF von emsigen Zwergen und Handwerkern errichtet wurde. Sie bewacht den Hohlweg der Trei­delstraße wie auch den Fluss. Dafür hat sie auf einem vorgelagerten Felsen einen rotzenbestückten Turm, der den Fluss auf gesamter Breite mit seinen Geschossen bestreichen kann.

Gegenüber, auf der anderen Seite des Hohlweges, liegt das verträumte Dorf Thûrbrück. Die Bewohner haben sich mittlerweile mit der großen Burg direkt vor ihrer Nase abgefunden. In Thûrbrück gibt es einen recht ansehnlichen Perainetempel und einen kleinen Traviatempel, der der Herberge „An der Brücke“ (1 DZ, GZ mit 10 Schlafplätzen, Q: 4, P: 4) die Kundschaft oftmals abspenstig macht. Der erst im Jahre 1009 BF errichtete Borontempel am Rand des Dorfes, ist verwaist und verfällt im Augenblick. Lange Jahre wurde er als Schweinestall genutzt.

 

Weitere Orte

 

Von der Zwergenstadt Zolchodh (130 Einwohner) ist wenig bekannt. Es ist anzunehmen, dass Zolchodh nur der oberirdische Teil eines Tun­nelsystems ist, in dem die Zwerge des Amboß wohnen. Die Bewohner Zolchodhs sehen sich auch eher Lûr zugehörig, zumindest richtet sich ihr Denken in diese Richtung aus und um den Rest der Baronie scheren sie sich wenig.

Unweit Drifts liegt an der Mündung des Baches Unwyn das Dorf Garrensand (70 Einwohner). Die Bewohner ernähren sich vorwiegend vom Fischfang, einige betrei­ben auch an den feuchten Ufern Vieh- und Ackerwirt­schaft. Der Ort erhält durch ein bedeutendes Boronklo­ster größere Bedeutung. Das Concordiakloster Garren­sand, das heute vom Golgaritenorden genutzt wird, ist mehrere hundert Jahre alt. Seiner Erbauung verdankt die Baronie ihre von Boron bestimmte Prägung. Der Abt des Boronklosters war dann auch immer eine der wichtigsten Personen Drifts. Vurians Nachfolger, Kalchas der Seher, wurde nach einem Religionsstreit mit den Visaristen von diesen ermordet. Bei diesem Anschlag wurde die Hälfte des Klosters zerstört, unschätzbar wertvolle Schriften wurden ein Raub der Flammen.

Im westlichen Teil Drifts liegt am Krähenweiher das Dorf Yassburg (110 Einwohner) zu Füßen der alten Festung Yassburg. Die Yassburg ist eine uralte Ring­burganlage, von der niemand weiß, warum sie eigentlich errichtet worden ist. Zumindest nutzten die Barone von Drift sie stets, ihrer Macht Nachdruck zu verleihen. Und auch heute noch tut ein Dutzend Büttel hier seinen Dienst, befehligt von der altgedienten Gertrude von Ralmingen, die eine etwas zwielichtige Rolle unter Vurian gespielt hat.

An der Straße nach Bragahn befindet sich das Dorf Licon (90 Einwohner). Hier lebten bis vor kurzem fast ausschließlich Bauern. Im Jahre 1012 BF aber beschlos­sen Tarjok Boquoi, Graf Growin von Ferdok und Baron Barytoc von Bragahn, gemeinsam eine Papiermühle zu errichten, was hier in Licon geschah. Die großen Gebäude der Papiermühle stören die Alten Licons noch immer sehr, während die Jungen sich daran erfreuen, dass nun endlich Geld und Leben ins Dorf gekommen sind.

Zwischen dem Eberswald und dem Rabenforst im Süd­westen Drifts schmiegt sich das Dorf Eberstett (100 Einwohner) zwischen die Hügel Oberdrifts. Hier geschah es 1009 BF, dass die Führer der Rebellen gegen Baronin Mirka und Abt Vurian von Garrensand in einen Hinterhalt gelockt und ermordet wurden. Auf dem Boronanger finden sich die Heldengräber so großer Gestalten wie Flarach von Durstein oder Hanno dem Prächtigen. Noch heute ist Bakkar der Dachs - mittler­weile geht er am Stock - Bürgermeister Eberstetts, damals war er nur knapp dem Tod entronnen.

An der Thûr liegt, weiter am Oberlauf, das Dörfchen Kehrenstein (30 Einwohner), das nur wegen der hier gefundenen Handschrift einer Ballade aus sehr alten Tagen, der Kehren­stein-Ballade, bekannt ist, denn ansonsten scheint der Ort die Zeit zu verschlafen.

In den Niederungen Drifts werden hauptsächlich von Bauern westlich der Unwyn die Dörfer Rabenfeld (35 Einwohner), wo sich ein ziemlich großer Borontempel befindet, und Aarshof (15 Einwohner) bewohnt, östlich der Unwyn das Dorf Unwynfurt (40 Einwohner).

Im bereits etwas gebirgigen Quellgebiet der Thûr sind die Dörfer Daidelberg (50 Einwohner) und Cirrenacker (60 Einwohner) gelegen. Besonders an Cir­renacker ist vor allem, dass dort ein Phextempel steht, woraus der Geweihte Kedio Hainsate seltsamerweise auch keinen Hehl macht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb man bisweilen reiche Händler aus der Baronie und gar der Grafschaft ausgerechnet hier antrifft, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Hier sieht man - wie auch bei Zolchodh - oftmals Zwerge, denn irgendwo zwischen den Hügeln liegt einer ihrer Druidenringe.